Messebau Nadelfilz, Bambusstangen, Abspannseile, Zeltheringe
Vorgebirgspark Skulptur, Köln
2026
Das Uneindeutige teilt sich schon in der ersten Begegnung mit der zweiteiligen Installation mit.
Der prachtvolle, sinnlich ansprechende erste Eindruck, der sich über das Ultramarin einstellt, wird sogleich relativiert durch die eigentümlich geduckte Positionierung der beiden Objekte, die auf irritierende Weise an die vorhandenen Bänke und den Tisch angestückt erscheinen. Das eine sitzt wie eine Erweiterung oder ein Anbau an der Rückseite einer der tannengrünen Drahtbänke. Als schmaler rechteckiger Kasten mit leicht schräg abfallender Abdeckung und zwei kleinen Fenstern hat es einen quasi-architektonischen Charakter. Die andere besteht aus einer treppenartig angeordneten Umhüllung eines Teils des Tischs und der zugehörigen Sitzbänke. Die beiden eigenartigen „Bauwerke“ sind mit grünen Plastikseilen, dünnen Bambusstöckchen und Zeltheringen befestigt, wasrecht fragil und provisorisch aussieht.
Die Installation bekommt eine erhebliche inhaltliche Vertiefung, wenn man erfährt, dass sie in ihrer Formgebung auf zwei architekturhistorische Vorbilder zurückgreift. Beide gehören dem Bereich des sozialen Wohnungsbaus in Chile an, dem Land, in dem Valeria Fahrenkrog aufgewachsen ist.
Auszüge aus dem Text von Peter Lodermeyer für das Ausstellungsfolder
Needle-punched felt, bamboo poles, guy ropes, tent stakes
Vorgebirgspark Skulptur, Cologne
2026
The ambiguity is evident from the very first encounter with the two-part installation. The magnificent, sensually appealing first impression created by the ultramarine hue is immediately put into perspective by the peculiar, crouched positioning of the two objects, which seem to be attached to the existing benches and table in a disconcerting manner. One sits like an extension or an addition to the back of one of the fir-green wire benches. As a narrow rectangular box with a slightly sloping cover and two small windows, it has a quasi-architectural character. The other consists of a staircase-like enclosure surrounding part of the table and the accompanying benches. The two peculiar “structures” are secured with green plastic ropes, thin bamboo sticks, and tent pegs, giving them a rather fragile and makeshift appearance.
The installation takes on a significantly deeper meaning when one learns that its design draws on two models from architectural history. Both belong to the realm of social housing in Chile, the country where Valeria Fahrenkrog grew up.
Excerpts from the text by Peter Lodermeyer for the exhibition brochure



